16.08.2018 Freie Presse Marienberg - Fußballtrainer weiß Zuschauereuphorie zu schätzen - SVO zu Gast im Stadtgespräch
Von Dirk Trautmann

Beim Olbernhauer Stadtgespräch fand Steve Dieske klare Worte. Auch über Kontakte mit potenziellen Spielern, die oft ein gemeinsames Problem haben.

Olbernhau.

So lebendig und frisch wie seine Mannschaft in weiten Teilen der vergangenen Saison spielte, hat sich Steve Dieske beim Olbernhauer Stadtgespräch im Theater Variabel präsentiert. Mit der Fragestellung "Fußballstadt Olbernhau?" war der Abend überschrieben. Heraus kam, dass noch einiges zu tun ist, um diesem Anspruch gerecht zu werden, anderes ist schon erreicht. Mehr als 60 Neugierige waren dabei, als sich der Trainer des Landesligisten Spielvereinigung Olbernhau (SVO) den Fragen von Uwe Wicha stellte.

Das Saisonziel hat der Trainer fest umrissen: "Der Klassenerhalt ist unser Ziel, wir müssen aber bei aller Euphorie ein Stück weit Demut walten lassen. Die Saison wird für alle spannend werden." Knapp 100 Tore haben die Spieler der SVO in der vergangenen Spielzeit erzielt, das erfolgreiche Konzept will der Trainer auch nach dem Aufstieg in die höchste sächsische Spielklasse nicht ganz über den Haufen werfen. Bedingungsloser Hurrafußball soll aber nicht gespielt werden. "Wir waren sehr erfolgreich mit unserer Taktik, hoch zu stehen und den Gegner sehr früh anzugreifen. Wir werden jetzt auch nicht mit Mann und Maus verteidigen."

Dem Trainer sind die gestiegenen Erwartungen in Olbernhau nicht entgangen, dem stünden aber einige Einschränkungen entgegen. "Andere Vereine kommen aus größeren Städten, die haben beispielsweise einen Kunstrasenplatz, der uns immer noch fehlt", sagte der 38-Jährige.

Ein riesengroßes Pfund, mit dem die SVO wuchern könne, sei der überwältigende Zuschauerzuspruch. "Bei unserer knappen Heimniederlage gegen Marienberg sind wir nach dem Abpfiff 15 Minuten lang gefeiert worden. Wir hatten auch nie ein Auswärtsspiel, weil so viele Fans mitgereist waren", ist Steve Dieske überwältigt von der Begeisterung, die seiner Mannschaft entgegen schlägt. Die Brigade Flöhatal, ein Zusammenschluss von Fans, überlege schon, künftig Reisebusse für die Auswärtsspiele zu chartern.

Mehr als 30 Gespräche hat der Trainer mit potenziellen Spielern geführt, die Entfernung stellt aber oft ein Hindernis dar. "Manche Spieler haben eine Fahrzeit von einer Stunde, das machen sie nach der Arbeit oder neben dem Studium. Viele hat einfach die Entfernung abgeschreckt", sagte Steve Dieske, der den Spruch des Abends prägte: "Özil wollte kommen, aber die Rückennummer 7 ist bei uns klar vergeben." Man werde weiter die Augen offen halten, aber der Kader stehe. Der Etat für die neue Saison liege bei 100.000 bis 120.000 Euro, sagte Geschäftsführer Sascha Spartmann, der die Erhöhung des Eintrittsgeldes ankündigte: "Wir denken, dass die Fans mit fünf Euro leben können. Bisher waren es 3,50 Euro." Der Strafenkatalog sei nicht verändert worden, sagte der Trainer, der den Saisonbeginn nicht am ersten Punktspiel festmachen will: "Saisonstart ist für uns ganz klar am kommenden Sonntag das Pokalspiel gegen Glauchau."


Über 60 Gäste waren gekommen, um am Stadtgespräch mit SVO Trainer Steve Dieske und Spielern teilzunehmen.


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